Maßnahmen in der Umsetzung

Hier werden Sie fortlaufend über umgesetzte und zeitnah geplante Maßnahmen informiert.

Entbuschung von Trockenstandorten

In den Jahren 2014/2015 wurden insgesamt Pflegemaßnahmen auf einer Fläche von ca. 100 ha beauftragt. Die Maßnahmen finden in folgenden Bereichen statt:

Albuch Gemeinde Ederheim und Stadt Nördlingen
Hager Berg und Umfeld östlich Untermagerbein Gemeinde Mönchsdeggingen
Harberg Stadt Harburg
Heide am Kiefhaber Stadt Harburg
Heide am Wedlbuck Stadt Harburg
Kühstein und Magerrasen im Westen von Untermagerbein Gemeinde Mönchsdeggingen
Magerasen am Kräuterranken Stadt Harburg
Magerrasen am Bock und in seinem Umfeld Stadt Harburg
Magerrasen am Gansenberg und Attenbühl Gemeinde Hohenaltheim
Mähhorn und Kalvarienberg Gemeinde Huisheim
Niederhauser Berg und Hoher Stein Gemeinde Ederheim
Rollenberg Stadt Harburg
Schinderbuck Stadt Harburg
Wöllwart Stadt Harburg

 

 

Abbildung 1: Magerrasenpflege am Bock: großflächig wurden aufgekommene Brombeergebüsche und Schlehen im Dezember 2014 zurückgenommen.

Abbildung 2: Magerrasenpflege am Kräuterranken, eines sehr artenreichen Magerrasens: Bäume und Sträucher weichen und wärmeliebende Arten werden gefördert.

Abbildung 3: Der Kräuterranken nach der Erstpflege im Dezember 2014. Zahlreiche hochwüchsige Fichten wurden entnommen.

Abbildung 4: Am Kühstein bei Mönchsdeggingen waren vor allem am Waldrand viele Gehölze aufgekommen. Eine Pflege fand im November 2014 statt. Nun ist auch diese Fläche wieder beweidbar.

Abbildung 5: Nach einer Gehölzpflege im Vogelschutzgebiet stehen jetzt für den Neuntöter wieder Einzelgehölze zur Verfügung. Die Lesesteinhaufen liegen wieder offen und sind ein geeigneter Rückzugsraum für Zauneidechsen.

Freistellung von Hutangern

Im Jahr 2014 wurden zwei Maßnahmen mit insgesamt einer Fläche von ca. 4,5 ha beauftragt. Die Maßnahme am Harberg (Stadt Harburg) dient der Freistellung von alten Hute-Eichen.

Abbildung 6: Alte Hutebäume am Harberg wurden im Dezember 2014 freigestellt. Ein zusammengebrochenes Schlehengebüsch ist abgeräumt. Hier wird die Schafbeweidung kombiniert mit einer Nachpflege für eine Nachhaltigkeit der Pflege sorgen.

Freistellung von Felsen

Am Wöllwart (Stadt Harburg) wurde mit der Freistellung von Felsen, auf denen ehemals eine markante Burg das Wörnitztal kontrollierte und überthronte, begonnen.

Abbildung 7: Die Felsfreistellung an den Wedlbuckfelsen war möglich während der Straßensperrung zur Sanierung des Harburger Tunnels. Die Bäume mussten aufwändig am Steilhang gesägt und mit dem Kran abtransportiert werden.

Abbildung 8: Die über 30m hohen und zuvor stark von Gehölzen verschatteten Hüllenlochfelsen wurden im November 2015 freigestellt. Ein Besuch lohnt sich.
Zurückdrängen von Neophyten

In zwei Bereichen wurden Neophyten im Sommer 2014 bekämpft, am Riegelberg (Nördlingen) und am Kratzberg (Möttingen). Es handelt sich um das Orientalische Zackenschötchen Bunias orientalis und die Kugeldistel Echinops sphaerocephalus. Die Fruchtstände werden vor der Fruchtreife zerkleinert. Die Maßnahmen werden in den folgenden Jahren wiederholt.

Abbildung 9: Das Orientalische Zackenschötchen blüht im Mai senfgelb und bildet im Sommer viele Früchte aus.

Abbildung 10: Von weitem leuchtet der Neophyt Orientalisches Zackenschötchen, der am Kratzberg bei Möttingen reichlich vorkommt. Im Sommer 2014 fand eine erste Pflege statt.

Abbildung 11: Die Kugeldistel (Echinops sphaerocephalus) kommt in mehreren Teilflächen vor. Die Blütenstände werden vor dem Fruchten abgetrennt und zerkleinert.

Anlage von Tümpeltränken

Am Unterhang des Hohen Steins (Ederheim) wurde auf sickerquelligem Standort im Frühling 2015 eine Tümpeltränke angelegt, die auch gleich im Sommer von der Schafherde eingeweiht wurde.

Abbildung 12: Neu angelegte Tümpeltränke bei Ederheim. Das Stillgewässer wird von Hangwasser gespeist und wurde bereits im ersten Jahr von Gelbbauchunken und Molchen besiedelt.

Renaturierung Niedermoor

Renaturierung Niedermoor

Das Hangquellmoor bei Niederaltheim wurde im Sommer 2015 renaturiert. Dazu wurden bestehende Entwässerungsgräben verschlossen, Drainagen gekappt und in nährstoffreichen Bereichen auch der Oberboden abgefahren.

Abbildung 13: Oberbodenabtrag am Rand des Hangquellmoors Niederaltheim mit dem Ziel hier einen artenreichen, mageren Grünlandbestand zu entwickeln.

Abbildung 14: Der Entwässerungsgraben wurde mit autochthonem Boden verplombt. Das Wasser wird nun besser im Gebiet gehalten und eine Vernässung der Kernzone gefördert.

Tümpel wieder herstellen

Ein einem aufgelassenen Steinbruch bei Bollstadt waren die ehemaligen Tümpel so stark verlandet, dass sie keine offene Wasserfläche mehr hatten. Sie waren als Amphibien-Laichgewässer dadurch ungeeignet. Gleichzeitig hatten Sie aber historisch eine herausragende Bedeutung für Kammmolch und Gelbbauchunke. Beide Arten sind in der Umgebung noch zu finden. Im Rahmen des LIFE-Projektes wurde der größere Tümpel umfangreich entlandet und ein für den Kammmolch geeignetes Laichgewässer hergestellt. Weiterhin wurden im nördlich angrenzenden Bereich temporär wasserführende Mulden als Habitat für die Gelbbauchunke geschaffen.

Abbildung 15: Großer Tümpel im Steinbruch Bollstadt nach der Entschlammung. Das Gewässer hat wieder eine gute Wasserqualität.

Abbildung 16:Anlage von Kleingewässern im aufgelassenen Steinbruch Bollstadt